Ratschläge für Segler von der französischen Seenotrettungsorganisation SNSM

DIE SEENOTRETTER, ein eingetragener Verein
Mission:
Die SNSM ist ein eingetragener, durch Erlass vom 30. April 1970 als gemeinnützig anerkannter Verein mit öffentlichem Auftrag in Frankreich und den französischen Überseedepartements.Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, freiwillig und unentgeltlich auf dem Meer und in den Küstengebieten in Seenot geratene Menschen zu retten.
Drei Tätigkeiten:
-Seenotrettung durch ehrenamtliche mobile Rettungskräfte
-Ausbildung von freiwilligen Rettungsschwimmern, die im Auftrag der Gemeinde die Sicherheit an den Stränden gewährleisten
-Präventionsmaßnahmen zur Sicherheit der Badegäste und Wassersportler
Schlüsseldaten des Vereins (Zahlen aus dem Jahr 2009):
Anzahl der Rettungsstationen: 225
Anzahl der Rettungsposten an den Stränden: 237
Anzahl der Ausbildungs- und Einsatzzentren: 30
Anzahl der Einsätze: 4748
Anzahl der versorgten in Not geratenen Personen: 8687
Zeit bis zum Auslaufen der mobilen Rettungskräfte: weniger als 15 Minuten
Verfügbarkeit der mobilen Rettungskräfte: 24h, 365 Tage im Jahr.

RATSCHLÄGE DER SNSM FÜR SEGLER:
Die Seenotretter empfehlen Seglern, vor Aufbruch aufs Meer Folgendes zu beachten:
Informieren Sie sich, bevor Sie aufs Meer hinausfahren über das Wetter.
Teilen Sie Freunden oder Familie Ihr Tourziel und die geplante Ankunftszeit mit. Informieren Sie sie, wenn Sie gut angekommen sind oder wenn sich Ihre Pläne ändern.
Ihr Sicherheitsausrüstung muss schnell zugänglich sein.
Überprüfen Sie, dass sich alles in einem guten Zustand befindet und machen Sie sich mit der Bedienung vertraut. Bei einem Notfall gewinnen Sie so kostbare Zeit und erhöhen Ihre Überlebenschancen.
Tragen Sie Ihre Schwimmweste oder eine Rettungsweste.
Führen Sie ein VHF-Handgerät mit sich.
Es ist das verlässlichste Mittel, um Hilfe anzufordern (Kanal 16). Überprüfen Sie das Gerät, bevor Sie in See stechen. Wählen Sie ansonsten mit Ihrem Handy die 112, vorausgesetzt Ihr Handy hat Empfang.
Kennen Sie den Verbrauch des Motors und die Fahrtweite, die Sie mit Ihrem Kraftstoffvorrat zurücklegen können.
Lagern Sie nicht mehr Benzin als erforderlich und lüften Sie stets vor der Benutzung.
Halten Sie die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein (Hafen, 300m-Bereich).
Es sollten immer mindestens zwei Personen mit dem Steuern des Boots vertraut sein.
Andernfalls zeigen Sie Ihren Mitfahrern, wie der Motor zu stoppen, der Anker zu werfen und Hilfe über das VHF-Handgerät zu rufen ist.
Bei Problemen ist das Verlassen des Boots nur als letzter Ausweg zu sehen. Wenn Sie kentern, bleiben Sie am Boot und warten Sie auf Hilfe. Ein Boot ist leichter zu orten als ein Mensch im Meer.
Seien Sie mit den Verkehrsregeln, Leuchtfeuern, Schiffahrtszeichen und Markierungen durch Tonnen vertraut(Auch wenn ein Sportbootführerschein See nicht verpflichtend ist, empfiehlt es sich dringend, Kenntnisse in diesen Bereichen zu haben).
Fordern Sie bei einem Unfall, auch wenn Sie Zweifel haben, stets Hilfe an . Ein schnelles Eingreifen der Hilfskräfte ist entscheidend.
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