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Das sagt der Produktmanager über Surfanzüge

Interview mit Fréderic, Manager Surfportprodukte und Entwickler der Gleitsportanzüge von Tribord
Aus was besteht ein Surfanzug?
Fréderic: Ein Anzug besteht hauptsächlich aus Neopren, je nach gewünschtem Thermoschutz in unterschiedlicher Dicke. Im Inneren des Neoprenschaums befinden sich Stickstoff-Mikrobläschen. Diese kleinen, im Schaum eingeschlossenen Mikrobläschen isolieren die Haut gegen das kalte Wasser und wirken wie eine Wärmebarriere (vergleichbar mit einer Doppelverglasung im Haus...).
Der Anzug hat außerdem ein Innenfutter aus Stoff, das für mehr Elastizität und ein einfacheres Anziehen des Anzugs sorgt.
Was ist für dich ein guter Thermoschutz beim Surfen?
Fréderic: Ein Produkt, das es einem ermöglicht im Wasser zu bleiben, ohne zu frieren. Man sollte, ohne dass einem kalt wird, zwei Stunden bei einer Wassertemperatur von weniger als 15° C und mindestens eine Stunde bei einer Wassertemperatur zwischen 10 und 15° C im Wasser bleiben können.
Was ist für dich ein guter Thermoschutz beim Surfen?
Fréderic: Ein Produkt, das es einem ermöglicht im Wasser zu bleiben, ohne zu frieren. Man sollte, ohne dass einem kalt wird, zwei Stunden bei einer Wassertemperatur von weniger als 15° C und mindestens eine Stunde bei einer Wassertemperatur zwischen 10 und 15° C im Wasser bleiben können.
Was sind die beiden wichtigsten Merkmale eines Surfanzugs?
Fréderic: - Zunächst einmal sollte er weich und elastisch sein. Für einen Surfer ist es wichtig, dass der Anzug an den Schultern flexibel ist, da er mindestens 80% der Zeit im Wasser mit Paddeln beschäftigt ist. Die Bewegungsfreiheit ist entscheidend.
-Außerdem ist die Anpassung an den Körperbau wichtig, da dies einen guten Thermoschutz garantiert. So wird die Wasserzirkulation zwischen Haut und Anzug verhindert.
Was ist der Unterschied zwischen einem Anzug für das Surfen, für den Bootsport oder für das Tauchen?
Fréderic: Alle Anzüge werden aus denselben Materialien (Neopren und Stoff) gefertigt, dennoch unterscheiden sie sich, da ihr Gebrauch unterschiedlich ist. Der Aufbau muss den Anforderungen des Sports gerecht werden. So sind Surfanzüge vor allem an den Schultern sehr dehnbar. Die Anzüge für den Bootsport bieten eine höhere Beständigkeit gegen Reibung und mechanische Belastung beim Segeln.
Beim Tauchen wiederum benötigt man einen sehr dicken Neoprenanzug, weil man tief hinabsteigt und das Neopren durch den Druck in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
Kannst du uns die wichtigsten Schritte beim Entwerfen eines Tribord-Anzugs beschreiben?
Fréderic: Der 1. Schritt nach langem Beobachten und Analyse der Sportler und ihrer Bedürfnisse ist das Erstellen der Anforderungsspezifikationen.
Nach diesen Informationen fertigt der Designer die technischen Zeichnungen des Anzugs an. Zusammen mit dem Produktingenieur und der Modellmacherin werden die Funktionalitäten, die Modellanfertigung, die Materialien und die Endbearbeitungen festgelegt. Dieser Schritt endet mit der Freigabe des Produktdesigns.
Im nächsten Schritt erfolgt die Erstellung eines Test-Prototypen, um Schnitt und Gebrauch zu validieren.Es wird ein Testprotokoll zur Evaluierung dieses Prototypen angelegt. Je nach Ergebnis führen wir entsprechende Anpassungen durch, bis wir das Produkt erhalten, das zu Beginn definiert wurde.
Bevor wir mit der Produktion beginnen, werden die sogenannten "Nullserien" freigegeben: Es handelt sich um die Anzüge Nr.1 in allen Größen. Sämtliche Anzüge, die dann produziert werden, sind entsprechende Kopien dieser Nullserien.
Von der Erstellung der Anforderungsspezifikationen bis zum Eintreffen der Anzüge im Geschäft vergehen zwischen 10 Monate und eineinhalb Jahre.
Wo werden die Tribord-Anzüge gefertigt?
Fréderic: Der 1. funktionale Prototyp wird in unserem Betrieb für Prototypenherstellung in Hendaye im französischen Baskenland gefertigt.
Wo werden die Tribord-Anzüge gefertigt?
Fréderic: Der 1. funktionale Prototyp wird in unserem Betrieb für Prototypenherstellung in Hendaye im französischen Baskenland gefertigt.
Danach wird in Asien (Thailand, China) produziert, in den gleichen Fabriken wie die Mehrheit der großen Surfmarken…
Hast du einen Pflegetipp, um die Haltbarkeit der Anzüge zu verlängern?
Fréderic: Nach jeder Session sollten sie mit klarem Wasser abgespült werden. Man lässt sie besser nicht in der prallen Sonne oder auf dem Heizkörper trocknen. Nach Saisonende sollte der Anzug, bevor er in den Schrank gehängt wird, mit einem Desinfektionsmittel gewaschen werden. So werden Neopren und Innenfutter von Salz und anderen Verunreinigungen befreit. Auf keinen Fall gefaltet in eine Tasche legen. Ein mehrmonatiges Lagern in gefaltetem Zustand tut den flexiblen Neoprenanzüge nicht gut.
Wird es 2011 neue Tribord-Anzüge geben?
Für den nächsten Sommer gibt es das Modell Fatigless 3’2mm, ein Anzug, der ein Maximum an Geschmeidigkeit bietet. Für die Wintersaison 2011 bringen wir den neuen Fatigless 4’3mm auf den Markt, mit einem Frontreißverschluss für mehr Bewegungsfreiheit und einer besseren Dichtigkeit am Kragen. Er lässt sich noch einfacher anziehen.
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