Das Leben unter Wasser: die Meeresböden

Die Böden der Ozeane beherbergen je nach Tiefe eine außergewöhnliche Flora und Fauna.
Felsen
Felsen bieten Schutz und Halt, daher ist diese Art von Meeresboden voller Leben.
Ruhige oder belebte, dunkle oder helle Bereiche – jedes Lebewesen findet hier seinen geeigneten Platz. Die Festigkeit des Untergrundes fördert die Verbreitung von Lebewesen, die sich an ihm festkrallen (Seeanemonen, Schwämme,...) aber auch von mobilen Tieren, die dort Schutz finden oder sich von den dort angesiedelten Organismen ernähren.
Diese Vielfältigkeit der felsigen Meeresböden ist der Grund für ihren außergewöhnlichen Reichtum.

Seegraswiesen
Seegraswiesen sind große Ansammlungen von Wasserpflanzen, die starken Wellen und der Strömung trotzen, aber weniger resistent gegen Verschmutzung und andere Eingriffe durch den Menschen sind.
Sie dienen zahlreichen Tieren als Schutz, aber auch als Nahrungsquelle und stellen somit für das ökologische Gleichgewicht ein wichtiges Element dar.
Ihre langen und flexiblen Blätter mindern die Kraft der Wellen und schützen so die Küste vor Erosion. Sie dienen als Fortpflanzungsgebiet, sind aber auch Rückzugsort zahlreicher Arten (Krabben, Seeigel, Seesterne, viele Weichtiere und Muscheln).Jeden Herbst sammeln sich die toten Blätter an den Stränden an und verhindern so, dass der Sand bei Winterstürmen abgetragen wird.
Der Rückgang der Seegraswiesen ist deshalb als eine ernste Umweltgefährdung zu sehen.

Sand
Die flachen und monotonen Sandböden scheinen kein Leben zu bieten.... aber aufgepasst! Auch wenn Flora und Fauna nicht üppig sind, so gibt es doch zahlreiche erstaunliche Tierarten zu entdecken, die sich auf verschiedene Art und Weise an diese besondere Umwelt angepasst haben.
Die Tierwelt lebt hier versteckt und verborgen, so dass sie schwer zu beobachten ist. Rochen, Seezungen, Krabben und viele andere haben gelernt, mit dieser Umgebung, die sich durch das Kommen und Gehen der Wellen in ständiger Bewegung befindet, zu verschmelzen.

Offenes Meer
Aus Bequemlichkeits- und Sicherheitsgründen und weil das Fehlen von Orientierungspunkten für Verwirrung sorgt, wird selten im offenen Gewässer getaucht.
Durch die Strömung hin- und hergerissen entwickelt sich hier im großen weiten Ozean ein ganz anderes Leben. Wirbellose (Plankton in merkwürdigen Formen, Quallen, Kalamare,...) verbergen sich durch ihre Transparenz vor Blicken. Man trifft hier auch auf Hochseefische, Mondfische, Seewölfe, Meeräschen, Thunfische, Goldbrassen...
Weit von der Küste entfernt ist das offene Meer auch das Reich der Meeresriesen:Delfine, Wale, Haie ...

Korallenriff
Korallenriffe finden sich in den Gebieten zwischen den Wendekreisen. Für ihre Entwicklung müssen drei Voraussetzungen gegeben sein: eine Wassertemperatur von mehr als 20°C, viel Licht und klares Wasser. Eine große Vielfalt an bunten Fischen bietet ein sich ständig änderndes Spektakel. Es handelt sich um die wahrscheinlich empfindlichste Umgebung. Bereits eine geringe Verschmutzung, eine Temperaturerhöhung um ein oder zwei Grad während mehr als einer Woche oder zu starke Strömungen an mehr als ein paar Tagen haben negative Auswirkungen auf die Korallen.

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